> Geänderten Veranstaltungsort beachten: Nicolaikirche Herzberg <
Die Musikgemeinde Osterode eröffnet das Konzertjahr mit einem großen Oratorien- und Sinfoniekonzert mit Werken von Bruckner und Brahms. Anders als angekündigt wird das Konzert in der Nicolaikirche in Herzberg stattfinden, da sich die Renovierungsarbeiten in der Schlosskirche in Osterode verzögern.
Auf dem Programm stehen die Messe d-Moll und das Te Deum von Anton Bruckner (1824-1896) sowie die 1. Sinfonie von Johannes Brahms (1833-1897). Aufführende sind der Chor der Musikgemeinde, die Herzberger Kantorei, der Jugendchor Herzberg-Osterode und der Herzberger Kammerchor. Für die Solopartien konnten Johanna Winkel (Sopran), Nicole Pieper (Alt), Christian Dietz (Tenor) und Manfred Bittner (Bass) gewonnen werden. Es spielt das Sinfonieorchester Camerata Allegra und die Gesamtleitung liegt in den Händen von Jörg Ehrenfeuchter.
Karten zu diesem spannenden Konzert sind zu 30/25/20 € (übliche Ermäßigungen) erhältlich bei Finzes Deko & Geschenkewelt, Marientorstr. 6, Osterode und bei Lachnit Bürobedarf, Marktplatz 31, Herzberg, sowie an der Abendkasse; Karten zu 15 € für unnummerierte Plätze (Empore rechts und links) ausschließlich an der Abendkasse.
Der Vorverkauf beginnt am 20.03.2026. Bitte nutzen Sie den Vorverkauf.
Im säkularisierten romantischen 19. Jahrhundert stellte Bruckner mit seinem überwiegend geistlich inspirierten Schaffen eine Ausnahmeerscheinung dar. Seine 1864 komponierte d-Moll-Messe war die erste von Bruckner selbst als „gültig“ anerkannte Messe und bildet den Wendepunkt in seinem Schaffen. Sie enthält bereits alle Elemente der Tonsprache Bruckners und lässt mit ihrer sinfonischen Klanggewalt den Einfluss Wagners erkennen. Die d-Moll-Messe ist noch der Tradition verbunden, schlägt aber mit ihrem chromatischen Stil eine Brücke zu Bruckners späteren Sinfonien.
Das Te Deum wurde von Bruckner - einem äußerst selbstkritischen Künstler, der seine Werke häufig überarbeitete - nicht nur als „gültig“, sondern als „würdig“ eingestuft. Dieser 1886 vollendete Lobgesang in C-Dur ist ein Beispiel für den Lapidarstil Bruckners, der sich durch Einfachheit und Schlagkraft auszeichnet. In den fünf Abschnitten des Te Deum bringen Chor, Solisten und Orchester das Lob der himmlischen Heerscharen und zartes Flehen um Beistand und Erbarmen zum Ausdruck, bis sich im letzten Abschnitt Hoffnung und Freude in Erwartung des ewigen Lebens Bahn brechen. Das Te Deum wird häufig als Finale zu Bruckners 9. Sinfonie aufgeführt, eine Praxis, die Bruckner selbst empfahl, als er vielleicht ahnte, dass er diese Sinfonie nicht würde vollenden können.
Kann man nach Beethoven noch Sinfonien schreiben, „wenn man immer so einen Riesen hinter sich marschieren hört“? Diese Frage soll Johannes Brahms in den 14 Jahren bis zur Uraufführung seiner 1. Sinfonie in c-Moll im Jahr 1876 bewegt haben. Er komponierte viel und verwarf es wieder wobei auch andere Werke aus seinen Arbeiten an einer Sinfonie entstanden, beispielsweise sein 1. Klavierkonzert.
Brahms‘ 1. Sinfonie wurde von einigen ihrer ersten Hörer als wenig neuartig empfunden, fand aber auch begeisterte Kommentatoren wie Hans von Bülow, der sie „Beethovens Zehnte“ nannte. Am 19. April können Sie sich selbst ein Urteil bilden.

